Ich bin Jan Derhake, Inhaber von DERHAKE IT-Services in Augsburg. Computer und Autos begleiten mich, seit ich denken kann. Und beides hat mit meinem Vater zu tun.
Mit vier Jahren vor dem Computer
Mein Vater Wilhelm Derhake hat 1984 die Firma Derhake Datentechnik gegründet. Schon früh hat er unter Novell eigene Programme geschrieben, etwa eine komplette Zeiterfassung und eine Buchhaltung, und später Praxisratgeber zu Joomla und WordPress. Als ich vier Jahre alt war, hat er mich vor den Computer gesetzt und Pac-Man spielen lassen, damals noch unter DOS. Seitdem hat mich der Computer nicht mehr losgelassen.
Genauso früh stand ich mit ihm an seinen Autos und habe mitgeschraubt. So kam es, dass mich beides begleitet: der Computer und das Auto.
Bis heute steht mir mein Vater mit Rat und Tat als erfahrener Ratgeber zur Seite, auch wenn er sich hauptsächlich um seine Joomla-Kunden und Handbücher kümmert.
Vom Schraubenschlüssel zur Tastatur
Gelernt habe ich Kfz-Mechatroniker. Die Prüfung vor der IHK habe ich nach 23 statt der üblichen 42 Monaten abgelegt, mit der Note 1,5. Später habe ich Mechatronik und danach Technische Informatik studiert. Lange habe ich außerdem in einer DeLorean-Werkstatt gearbeitet, unter anderem an den Autos für eine Weltreise.
2017 habe ich DERHAKE gegründet. Seitdem betreue ich die IT von Werkstätten, Praxen, Kanzleien und Handwerksbetrieben. Weil ich selbst in der Werkstatt gestanden habe, weiß ich, was ein Tag Stillstand kostet. Und ich erkläre IT so, dass man sie auch ohne Fachchinesisch versteht.
Der Wendepunkt: künstliche Intelligenz
Die IT ist in den letzten Jahren enorm breit geworden. Netzwerke, Server, Datensicherung, Sicherheit, Webseiten, Datenschutz: Für all das braucht es heute Fachwissen in vielen Richtungen. Ich habe deshalb ernsthaft überlegt, meine Firma auslaufen zu lassen und zu einem großen Systemhaus zu wechseln.
Dann kam die KI. Ich habe mich tief in das Thema eingelesen und sehr viel ausprobiert. Dabei habe ich gemerkt, dass ich meine Firma nicht aufgeben muss. Heute setze ich KI ein wie mehrere zusätzliche Mitarbeiter. Sie nimmt mir Routinearbeit ab, hilft beim Eingrenzen von Fehlern und beim Programmieren. Dadurch habe ich mehr Zeit für das, worauf es ankommt: zuhören, verstehen und die IT meiner Kunden zuverlässig am Laufen halten.
Seitdem wächst meine Firma. Und meine Kunden müssen nicht befürchten, eines Tages ohne ihren vertrauten IT-Betreuer dazustehen. Die Verantwortung für jede Arbeit trage ich weiterhin selbst. Wie ich mit KI arbeite, beschreibe ich hier.
Wie ich arbeite
- Motorhaube auf statt Blackbox. Ich mag Technik, in die man hineinschauen und die man reparieren kann. Deshalb setze ich gern auf Open-Source-Software und Server in Deutschland.
- Ursache statt Symptom. Ein Neustart hilft oft kurz. Ich will wissen, warum etwas passiert ist, damit es nicht wieder passiert.
- Ehrlich statt überverkauft. Wenn eine Lösung für Sie nicht passt oder ich nicht der Richtige bin, sage ich das.
Zum Schluss ein Geständnis: Ich repariere alles selbst, zum Leidwesen meiner Frau. Neulich sagte sie zu mir: „Ist ja cool, dass mein Mann alles reparieren kann. Aber dann können wir nie was Neues kaufen.“